Gabriel Kuhn – Soccer vs. The State

Gabriel Kuhn ist beileibe kein Unbekannter in der Welt des Sachbuchs. Er hat bereits Standardwerke zu Themen wie Straight Edge und Piraterie geschrieben. Dass er auch in der Welt des Fußballs zu hause ist, war bisher nicht so vielen bekannt. Dabei war er in jüngeren Jahren sogar Halbprofi beim damaligen österreichischen Zweitligisten FC Kufstein. Wahrscheinlich war es nur eine Frage der Zeit, bis diese beiden roten Fäden sich kreuzen und in einander verheddern würden.

Mit seinem aktuellen Buch „Soccer vs. The State“ hat Kuhn wieder einmal ein gutes Gespür dafür bewiesen, welche Art Buch der Welt noch fehlt, denn trotz Tausender Bücher über Fußball und Fankultur gab es bisher kein einziges, dass Fußball, Fankultur und radikal linke Politik in ähnlicher Form zusammen gebracht hat. Er greift dabei ziemlich unterschiedliche Themenstränge auf. Beginnend mit einer Neuerzählung der Geschichte des Fußballsports aus einer genuin linken Perspektive widmet er sich darauf zunächst der von radikal linker Seite aus geäußerten Kritik an Fußball und Fußballkultur, bevor er sich ausgiebig radikalen Aneignungen und sozialen Protesten innerhalb der Fußballwelt widmet und schließlich noch ein paar Worte verliert über alternative, meist explizit anarchistisch konnotierte Formen und Wege Fußball zu spielen. Mich persönlich hat dabei sehr gefreut, dass auch der Dreiseitenfußball Erwähnung findet. Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal einem BAFF-Treffen in Oer-Erkenschwick einen Nachmittag mit diesem Spiel verbracht und eigentlich würde ich es sehr gerne mal wieder tun…

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