Ronny Blaschke – Angriff von Rechtsaußen

Ronny Blaschke ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit seinem Buch „Versteckspieler“ über den schwulen Fußballer Marcus Urban hat er vor ein paar Jahren mehr als nur eine Duftmarke hinterlassen. Es ist sicher nicht einmal großartig übertrieben, wenn ich zu behaupten wage, dass dieses Buch einen ganz gehörigen Anteil daran hatte, dass in den zurückliegenden Jahren deutlich offener über den Themenkomplex Homosexualität und Fußball gesprochen wird als jemals zuvor.

Bei seinem neuen Buch „Angriff von Rechtsaußen“ hat Blaschke sich einem anderen Problemfeld innerhalb der Welt des Fußballs zugewendet. Auf etwas über 200 Seiten ackert er sich durch die vielfältigen Erscheinungsformen rechtsextremer Ideologien auf und rund um den grünen Rasen. Er geht dabei ganz ähnlich vor wie schon bei „Versteckspieler“. Er gibt sich nicht mit Quallenanalysen und Statistiken zufrieden, sondern recherchiert selbst. Er begibt sich vor Ort, stellt Fragen, redet auch mit Neonazis, in der Hoffnung diese bloßzustellen. Heraus gekommen ist eine Sammlung reportageartiger Texte, die zusammen genommen ein ungefähres Bild dessen zeigen, was am rechten Rand der Fußballgesellschaft geschieht.

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