Mehr Fußballfans als Hooligans

Lesenswerter Artikel aus der aktuellen „Jungle World“:

Bürgerkriegsähnliche Zustände im deutschen Fußball? Blogger und Experten kritisieren die Panikmache deutscher Medien, ­Politiker und Sportfunktionäre.

Wer die Berichterstattung der Medien in den vergangenen Wochen verfolgt hat, musste den Eindruck gewinnen, als stünde bei deutschen Fußballspielen ein Bürgerkrieg bevor. Zwei Ereignisse, über die ausführlich berichtet wurde, mögen als Beispiel genügen: Vor knapp fünf Wochen wurden beim Auswärtsspiel von Bayern München bei Hannover 96 in einem Fanblock der Gastgebermannschaft 36 Personen verletzt. Zwei Tage später empfing Borussia Dortmund im DFB-Pokal den Zweitligisten Dynamo Dresden. Vor, während und nach dem Spiel kam es zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und vor allem Dresdener Fangruppen. Schon vor dem Anpfiff gab es 15 Verletzte. Während der Partie flogen Böller und bengalische Feuer in den Innenraum, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch. Dresdener Fans versuchten, in einen Dortmunder Block und in den Innenraum zu gelangen. Der Einsatzleiter der Polizei, Peter Andres, sagte anschließend: »So eine massive Gewalt habe ich noch nicht erlebt.«

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