Archiv für Juni 2012

29.6.2012 New Yorck/Berlin: Ausstellungseröffnung: „Tatort Stadion 2 – Fußball und Diskriminierung“

Wir laden Euch zu unserer Vernissage ein – bei Wein, Musik und veganen Köstlichkeiten

Rassismus und Antisemitismus, Sexismus und Homophie und viele anderen Diskriminierungen machen auch vor den Stadien nicht halt. Sogenannte „U-Bahngesänge“ und antiziganistische Beschimpfungen sowie rassistische Gewalt sind gesamtgesellschaftliche Probleme und werden nicht nur von Nazis in die Kurven getragen. Die Ausstellung versucht das Ausmaß von diskriminierender Gewalt zu dokumentieren und stellt sich explizit gegen die Relativierungen und das Leugnen seitens der Vereinsführungen und Fanbeauftragten. Zugleich möchten wir hiermit anregen, sich auch in den Kurven mit Diskriminierungsmechanismen auseinanderzusetzen und aktiv zu werden – für eine starke antifaschistische Fußballkultur!
Eintritt frei.

Mehr Infos:
Siempre Antifascista | Bündnis Aktiver Fußball-Fans (BAFF)

Veranstaltet von:
Siempre Antifascista

29.06.2012 | 19:00 Uhr | New Yorck 59 (Mariannenplatz 2 / Kreuzberg)

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30.6. Berlin: TeBe-Fanturnier & „Fußballfans gegen Homophobie“-Soliparty

Björn Peng & uber allem thront das flug | „Fußballfans gegen Homophobie“-Soliparty

Samstag
21:00 bis 06:00

Live:
Björn Peng [www.p3ng.de]
uber allem thront das flug [www.dasflug.com]

DJs:
inglorious bassnerds [http://uae.norecords.biz/?page_id=32]
Shitcity (Punk & Trash)
alexithymie
_____________________________________________

eine Veranstaltung anlässlich des einjährigen Bestehens
der Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie“

Freitag, 29.06. 19 Uhr: Podiumsdiskussion:
http://tinyurl.com/cgb66rw

Samstag, 30.06. 10 Uhr: TeBe-Fanturnier:
http://tinyurl.com/bomacla

www.fußballfansgegenhomophobie.de/

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30.6.2012 Zoro/Leipzig: Liebe wenn Du willst!


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Eine kleine Genealogie der Gewalt

Eines der Kernthemen in der öffentlichen Wahrnehmung von Stadionkurven ist Gewalt. Ob es sich dabei, wie beim Platzsturm in Düsseldorf oder beim Einsatz von Pyrotechnik, um dargestellte bzw. wahrgenommene Gewalt handelt oder, wie bei der fröhlichen Europameisterschaft der Sonntagsfahrer des Fußballs, um tatsächliche, spielt in der Diskussion um Fußballfans kaum mehr eine Rolle. Der Topos „Gewalt“ überlagert in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile alle anderen Aspekte von Fankurven. Überwachungskameras, Leibesvisitationen, Stadionverbote, personengebundene Tickets, Schnellgerichte im Stadion und was die Phantasie der Law & Order-Verfechter noch so hergibt, werden immer mit Gewalt begründet. Die Statistiken geben hingegen seit Jahren keinen Anstieg bei der Stadiongewalt – also Gewalttaten im Umfeld von Fußballveranstaltungen – her, weniger noch kann die ständig heraufbeschworene „neue Qualität“ der Gewalt faktisch belegt werden. Ein wenig sollte sich auch herumgesprochen haben, dass es bis auf weiteres statistisch deutlich sicherer ist, ein Fußballspiel zu besuchen, als Großveranstaltungen wie Oktoberfest oder Love Parade. Ältere Stadiongänger werden nicht müde, sich zu erinnern, dass das Thema „Stadiongewalt“ in den 70ern und 80ern deutlich ernster war, als ein eher weniger eventorientiertes Publikum seine Kurven handfest gegen alles mögliche verteidigte, was da womöglich hätte eindringen können: von Schwarzen bis zu Studenten. Was sich geändert hat, ist die mediale Darstellung und mithin die „wahrgenommene Gewalt“ beim Zuschauer oder Leser. Waren noch in den 90ern ein Platzsturm „Ausdruck überschäumender Freude“ und der vor Pyrotechnik brennende „Betze“ eine „atemberaubende, südländische Atmosphäre“, sind beide heute nur noch eins: Gewalt. Die verfrühte Aufstiegsfeier der Düsseldorfer ist 2012 ebenso „Gewalt“ wie die Rauchtöpfe der Kölner im Müngersdorfer Stadion, nachdem der Abstieg besiegelt wurde.

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Thein und Linkelmann – Ultras im Abseits?

Die Sozialwissenschaften haben die Ultras entdeckt. Bereits seit geraumer Zeit flattern immer wieder Bücher auf meinen Schreibtisch, die sich entweder explizit mit Ultras befassen oder aber sie zumindest nach immerhin 15 Jahren mal als wichtigen Faktor zur Kenntnis nehmen. Ein gerade erschienener Sammelband, herausgegeben von Martin Thein und Jannis Linkelmann ,hebt den Diskurs über Ultras nun auf ein völlig neues Niveau.

Schon die Tatsache, dass es sich um einen Sammelband handelt, also um eine Bündelung vieler verschiedener Stimmen an Stelle einer mehr oder weniger fundierten Einzelmeinung, verleiht dem Buch ein Maß an Repräsentanz, das es in diesem Bereich bis jetzt schlicht nicht gab. Erstmals kommen wirklich fast alle zu Wort – die Ultras selbst genauso, wie die Wissenschaft, die Funktionär_innen, die Sozialarbeiter_innen und auch die Polizei. Was hingegen fehlt – und das ist sicher die größte und im Grunde unverzeihliche Schwäche des Buches – ist die Stimme der Frauen.

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Die EM, der „wilde Osten“ und der Rassismus

In den letzten Tagen und Wochen ist viel geschrieben und geredet worden darüber, ob Polen und die Ukraine, die Gastgeberländer der EM 2012, ein Problem mit Rassismus und Antisemitismus in den Fußballstadien haben bzw. welches Ausmaß dieses Problem hat. Wirklich beantworten lässt sich diese Frage vom Berliner Schreibtisch aus und ohne sich ins Feld zu begeben sicher nicht, aber für ein paar Gedanken zum Thema reicht es dann doch.

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20.6.2012: FC Internationale vs. SV Babelsberg 03

Am Mittwoch, den 20.06.2012 findet in Berlin das Testspiel gegen unseren Kooperationspartner, den FC Internationale statt.

Das Team aus Schöneberg spielt momentan in der Bezirksliga und möchte in der kommenden Saison mit den Babelsberger Legenden, Andreas Fricke und Georg Froese aufsteigen. Wer erinnert sich nicht mehr an die beiden Torschützen beim 3:2-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin. Fricke wird in der neuen Saison das Inter-Team als Trainer übernehmen, er wird dabei vom spielenden Co-Trainer Georg Froese unterstützt. Georg spielt seit zwei Jahren beim FC Internationale als Mittelstürmer und hat bis zu einer schweren Verletzung die Torschützenliste aller Bezirksligen angeführt. Letztlich hat er es immerhin auf 31 Treffer bei 20 Spielen gebracht. Nun heißt es für den sympathischen Verein mit den beiden ehrgeizigen Neutrainern in der nächsten Saison „Aufstieg in die Landesliga“.

Der Multi-Kulti-Verein aus Berlin verzichtet bekanntlich auf Trikotwerbung und läuft stattdessen mit NO RACISM auf der Brust auf. Das klare Bekenntnis zum respektvollen Zusammenleben ohne Diskriminierungen ist dem ganzen Verein und seinen Mitgliedern ein ernstes Anliegen. Wie bei 03 versteht sich der Verein als weltoffen und tolerant.
Der FC Internationale unterhält mittlerweile die drittgrößte Jugendabteilung in Berlin mit einigen Talenten in ihren Reihen.

Der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr auf dem Inter-Platz in der Monumentenstraße. Anfahrt mit der S1 ab Nikolassee bis zur Haltestelle Julius-Leber-Brücke oder Yorckstraße.

Quelle: SV Babelsberg 03

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20.6.2012 Helle Panke/Berlin: »Post-Jugoslawien & Fußball«

Mit dem Zusammenbruch Jugoslawiens ist auch eine der besten europäischen Fußballligen auseinander gefallen und hat zahlreiche sportlich weitgehend unattraktive Ligen entstehen lassen. Hinsichtlich Fankultur und Politisierungsgrad zählt der Balkan jedoch nach wie vor zu einer der interessantesten Fußballregionen. Am Prozess der Nationenbildung und des grassierenden Nationalismus haben die Fanszenen seit jeher ihren Einfluss gehabt. Der Vortrag ist eine dokumentarische Reise durch die Fußballwelt Ex-Jugoslawiens und zeigt wie nah Politik, Fußball und Krieg sein können. Mehr Infos: hier

Veranstaltung: Mittwoch | 20. Juni 2012 | 19 Uhr | Helle Panke

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23.6.2012 Berlin: Antifaschistisches Fußballturnier

Antifaschistisches Fußballturnier

23.06.12 | 12.00Uhr | Sporthalle Leuenbergerstr. 5 (13053 B.-Hohenschönhausen)

Die Fußball-EM der Männer wird auch 2012 wieder eine Horror- allererster Güte werden. Vermeintliche Fußballfans feiern “ihre
Mannschaft” in bierseliger Deutschtümelei und einem Meer aus schwarz-rot-goldenen Lappen. Im sportlichen Rausch zeigt die
Mehrheitsgesellschaft deutlich ihre hässliche Fratze der Diskriminierung. Wenn der patriotische Mob unverhohlen Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Homophobie zelebriert, stimmen leider allzu viele Menschen mit ein.

Wir haben die Schnauze voll von diesem Gruselkabinett und wollen mit einem antifaschistischen Fußballturnier zeigen, dass es auch anders geht. Nicht der Sport ist das Problem, sondern die Gesellschaft um ihn herum. Wenn ihr also auch Bock auf Kicken ohne Diskriminierung habt, meldet euer Team an, zeigt, was ihr auf dem Platz drauf habt und genießt ansonsten die gute Stimmung bei leckeren Getränken, Essen und netter Musik. Auch wer keinen Bock auf selber zocken hat, ist als “Gast bei Freunden” immer gerne
gesehen.

Voranmeldung: afa-fussball-2012@riseup.net (am besten gleich mit Teamnamen)
Team-Größe: mind. 5 Feldspieler_innen + Tormensch
Macht euch Gedanken, wie ihr die Leute aus eurem Team im Spieltrubel erkennt.

Eine Veranstaltung im Rahmen der “You’ll never walk alone…”-Reihe von Siempre Antifa und der Antifaschistischen Initiative Nord Ost [AINO]

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‚Nur der ist tot, der vergessen wird‘ – Zeitzeugengespräch

Maurer, Architekturstudent, Opfer des Faschismus. Walter Klausch war nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten einer der Organisatoren des illegalen Widerstands im damaligen Roten Nowawes. Während dieser Tätigkeit wurde er verraten, verschleppt und ermordet. Am 16. Juni 1933 starb Walter Klausch im KZ Oranienburg. Er wurde 26 Jahre alt.
Doch Walter Klausch ist nicht vergessen – zu seinem Todestag wollen Ultras Babelsberg in einem Gespräch mit Klauschs Nichten Barbara und Marianne die Erinnerungen an ihn zurückholen. Es sollen das Leben und die Überzeugungen eines Menschen nachgezeichnet werden, der im Kampf gegen den Faschismus sein Leben lassen musste.

Wo: Theatersaal, KuZe Potsdam
Wann: So, 17. Juni, 15.00 Uhr
Eintritt: 1 Hosenknopf

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