“Sicherheit” nur für Nazi-Hools?

Ein lesenswerter Artikel auf Publikative:

In Aachen prügeln Mitglieder der “Karlsbande Ultras” (KBU) und befreundeter Hool-Gruppen zum wiederholten Male auf die “Aachen Ultras” (ACU) ein. Eine nicht geringe Rolle spielt dabei die antirassistische und antifaschistische Positionierung der ACU. Denn die offiziell “unpolitische” Karlsbande hat beste Kontakte in örtliche Neonazi- und “Autonome Nationalisten”-Kreise.

Eigentlich war es ein guter Tag für Alemannia Aachen: Der wirtschaftlich marode Zweitliga-Absteiger gewann Anfang August mit 2:1 beim 1. FC Saarbrücken. Doch nach Abpfiff kam es zu Ausschreitungen. Dabei gingen jedoch nicht Heim- und Gästefans aufeinander los, sondern die Schlägereien fanden zwischen zwei verfeindeten Gruppen innerhalb der Alemannia-Fans statt: Mitglieder der Karlsbande griffen die Aachen Ultras an. Die anschließende Schlägerei wird von Augenzeugen als regelrechte „Hetzjagd“ auf ACU-Mitglieder beschrieben, ein Fanbeauftragter der Alemannia musste sich schützend auf ein wehrloses Opfer werfen. Später randalierten Karlsbanden-Mitglieder an einer Raststätte, gegen drei von ihnen laufen Ermittlungsverfahren.

Für die Polizei in Aachen kein Einzelfall: „In Aachen ist die Situation einzigartig: Wir haben hier vor allem ein Problem mit der Gewalt zwischen Alemannia-Fans“, sagt Pressesprecher Paul Kemen. „Die Gewalt geht von der Karlsbande aus und wir beobachten das mit großer Sorge, denn diese ist dabei, von Rechtsradikalen unterwandert zu werden. Ziel ihrer Angriffe sind die Aachen Ultras.“

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