Verantwortung bis zum Stadionzaun

Vom schwierigen Umgang des FC Energie Cottbus mit einer rechtsradikalen Fangruppe

Cottbus Für den Verfassungsschutz ist es die größte rechtsextremistische Hooligangruppe in Brandenburg. Für den FC Energie Cottbus sind es normale Fans. Dafür, wie sich „Inferno“ auswärts präsentiert, fühlt sich der Lausitzer Profiklub nicht zuständig.

Kurz vor dem Start in die neue Spielsaison saßen Geschäftsführung, Fanbeauftragter und Pressesprecher des FC Energie mit den Vertretern der wichtigsten Fangruppierungen zusammen, um sich für die vorherige, „äußerst komplikationslose“ Saison zu bedanken. Für die Gruppe „Inferno“ saß „Willi“ mit am Tisch.

Der Forster gehört nach RUNDSCHAU-Recherchen zu den Rechtsextremisten, die das Brandenburger Innenministerium der kürzlich verbotenen Neonazigruppe „Widerstand in Südbrandenburg“ zurechnet. Deshalb gab es am Tag des Verbotes auch bei „Willi“ eine Hausdurchsuchung. „Er kam drei Tage später und hat uns das selbst erzählt“, so Energie-Sprecher Lars Töffling. „Willi“ habe jedoch versichert, er habe mit diesen Neonazis nichts zu tun.

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