Bandenkrieg in Aachen

Linke Ultras der Alemannia sind von Fans aus den eigenen Reihen bedroht

Prügeleien und Überfälle am Rande von Fußballspielen werden fast an jedem Wochenende bekannt. In Aachen müssen antirassistische Ultras eine gewalttätige Ansammlung von Hooligans, Nazis und Kriminellen im eigenen Fanblock fürchten.

Die Anspannung vor der Drittligabegegnung zwischen dem SV Babelsberg und Alemannia Aachen am Samstag war groß. Beide Mannschaften brauchten Punkte, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Brisanter war aber die Situation im Gästebereich des Karl-Liebknecht-Stadions. Die Aachener Fans brauchten gleich zwei Blöcke. Mit einer Trennung der »Karlsbande Ultras« (KBU) und »Aachen Ultras« (ACU) sollte eine weitere Eskalation in dem Konflikt der Gruppen verhindert werden.
Denn die Erinnerungen an jenen Dienstagabend vor fast sieben Wochen sitzen tief bei den Aachen Ultras. Die Alemannia gewann damals in Saarbrücken mit 2:1. Freudenstimmung unter den mitgereisten Fans – mit einem abrupten Ende. Wie Augenzeugen berichten, stürzten sich am Stadionausgang mehrere Dutzend Mitglieder der Karlsbande auf die Aachen Ultras. Bei der minutenlangen Prügelei wird ein Mann von am Boden liegend malträtiert. PVC-Stangen, Gürtel und Flaschen dienen als Waffen. Mindestens zehn Personen werden verletzt.

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Die Märchenstunde der Karlsbande Aachen
ein Wochenende Spiel, Spaß, Spannung und Nazis

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