„Das Fußballstadion ist das größte Jugendzentrum der Stadt“

Im Interview: Gerd Dembowski
Sozialwissenschaftler und Fanforscher an der Leibniz Universität Hannover

Glaubt man der aktuellen Berichterstattung in den Boulevardmedien, war es in Deutschland noch nie so gefährlich wie heutzutage, am Wochenende ein Fußballstadion zu besuchen. Dabei purzeln die Vorurteile gegenüber den Fußballfanszenen genauso munter durcheinander, wie selbige auf den Stehplätzen, wenn ihr Team ein Tor erzielt hat. Mit dem Begriff „Ultras“ verbinden heute z.B. nur die wenigsten Menschen eine positive Jugendkultur, in der Zusammengehörigkeit gelebt und auch ein Stück weit Demokratie erlernt wird. Stattdessen wird fast ausschließlich über Gewalt im und auf dem Weg zum Stadion diskutiert. Um eines vorweg zu nehmen: Jeder verletzte Fan, jeder verletzte Polizist, jeder verletzte Unbeteiligte bei einem Fußballspiel ist einer zu viel. Wie schlimm steht es aber wirklich um die Sicherheit bei Fußballspielen der Bundesliga? Welche Strategien verfolgen die Deutsche Fußball Liga (DFL), der Deutsche Fußball Bund (DFB), die Bundesligavereine, die Sicherheitsbehörden und die Fangruppen? Mit Spannung wird für den 12. Dezember die DFL-Mitgliederversammlung erwartet, auf der über das vom Ligaverband vorgelegte Strategiepapier „Sicheres Stadionerlebnis“ abgestimmt werden soll. Was steht drin und was kommt auf Fans und Vereine demnächst zu?

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