Als TeBe kurz mal die Welt erorbern wollte: Fear and Loathing in Charlottenburg

Eine lesenswerte Reportage aus dem Fußballmagazin „11 Freunde“ über TeBe:

Im Juli 1995 stieg ein Versicherungskonzern beim klammen Zweitligisten Tennis Borussia Berlin ein und schmiss mit Geld um sich. Das Ziel: Champions League. Es folgten fünf denkwürdige Jahre voller Intrigen, 
Pleiten und Prügeleien. Mitten drin: Winnie Schäfer.

Nicht ganz klar, wann genau alles anfing, schief zu gehen. Vielleicht jedoch schon im Herbst 1992. Da wurde Jack White mit großer Mehrheit zum Präsidenten des Berliner Oberligisten Tennis Borussia gewählt. White hatte, damals noch unter dem bürgerlichen Namen Horst Nußbaum früher mal für TeBe gekickt. Nun beseitigte der Musikproduzent mit einem Scheck über eine halbe Million Mark die gröbsten Geldsorgen des Klubs und verkündete gut gelaunt: »Spätestens 1995 wollen wir in der Bundesliga spielen.« Dass er sich für TeBe und gegen die Hertha entschieden hatte, die ebenfalls um Whites Geld gebuhlt hatte, begründete er feinsinnig: »TeBe ist ein Klub der Künstler, ein Traditionsverein ohne Skandale. Hier hat alles Niveau – das zählt für mich!«

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