12./13.6.2013 Kino Krokodil/Berlin: „RUSSIAN ANTI-RACIST SKINHEADS“ – Documentary Film

Am Mittwoch, 12. Juni 2013 zeigt das Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32 um 20 Uhr den Dokumentarfilm:

RUSSIAN ANTI-RACIST SKINHEADS (in engl. Synchronfassung) in Anwesenheit des Regisseurs Ian Ivanov.

Der Kulturwissenschaftler und Soziologe Christian Fröhlich, der zur Zeit in Moskau Recherchen zur russischen Linke Szene betreibt, wird in die Thematik einführen und nach der Vorstellung das Publikumsgespräch mit dem Regisseur moderieren. Am Donnerstag, 13. Juni ebenfalls um 20 Uhr wiederholen wir den Film in russischer Sprache (ohne Filmgespräch!).

RUSSIAN ANTI-RACIST SKINHEADS
RUSSKIE SKINCHEDY ANTIRASISTY
Dokumentarfilm, Russland 2011
Regisseur: Ian Ivanov

am Mi, 12.06. um 20 Uhr mit Filmgespräch – russ. OF mit engl. Overvoice

am Do, 13.06. um 20 Uhr Wiederholung in russ. Originalfassung (ohne Filmgespräch!)

Sie nennen sich selbst antirassistische Skinheads und sind Kinder einer Generation von ökonomischen und sozialen Transformationsverlierern. Im teilweise tödlichen Straßenkampf verteidigen sie ihre Überzeugungen gegen Neonazis und gegen die systematische Gesetzlosigkeit der Staatsmacht, die sie zu staatsfeindlichen Extremisten stempelt.

Der Film zeigt eine Jugendkultur, die gezwungen ist, weitestgehend unsichtbar und abseits der Gesellschaft zu existieren. Er ist zugleich aber auch ein Dokument direkt aus dieser Kultur: unmittelbar, unkommentiert und roh. Im Mittelpunkt stehen Mitglieder bekannter linker Skinhead-Bands, die im Interview und auf der Bühne während Konzerten portraitiert werden. Weit über das Thema Rassismus hinausgehend, sprechen sie nicht nur über ihre Musik, sondern auch über die Entwicklung der Skinhead-Kultur in Russland, über ihre Sicht auf Politik und auf die russische Gesellschaft.

Die ungefilterte Umgangsweise mit dem Interviewmaterial wirft viele Fragen auf und provoziert den Vergleich mit der westlichen linken Skinhead-Szene. Dazu und zu anderen Fragen und Eindrücken steht im Anschluss der Regisseur für eine Publikumsdiskussion zur Verfügung. Er selber wurde Opfer der staatlichen Repression gegen radikale jugendliche Subkulturen, als gegen ihn und seinen Film ein Strafverfahren wegen Anstiftung zum Hass eröffnet wurde. (Christian Fröhlich)

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