Archiv für August 2013

Aktionen rund um das Halberstadt-Heimspiel

Zum heutigen Heimspiel wird es diverse Aktionen rund um das Thema Grauzone und Rechtsoffenheit geben. Unter anderem wird im Stadionheft ein Info-Text veröffentlicht und in der Nordkurve der folgende Aufruf verteilt:

Hallo liebe Nordkurve,

mit diesem Text, der gleichzeitig als Einladung verstanden werden kann, wenden wir uns als ein Teil der Nordkurve an Euch im Allgemeinen und an Dich im Speziellen.

Sicherlich ist es auch Deiner Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass es in den letzten Monaten verstärkt Debatten innerhalb und außerhalb der Kurve gab, in denen über die Problematik rechtsoffener Bands diskutiert wurde. Leider blieben nicht alle Auseinandersetzungen auf einer verbalen Ebene. Nach dem Sankt-Pauli-Spiel kam es zu einem handgreiflichen Konflikt. Dazu wollen wir es nicht wieder kommen lassen und versuchen nun, Mittel und Wege zu finden, wie wir einen vernünftigen Umgang und eine Diskussionskultur zu den Thematiken der Rechtsoffenheit und der Grauzone schaffen können.

Die Vergangenheit hat uns zwei Dinge bewiesen:

Das Interesse am Thema ist in weiten Teilen der Kurve vorhanden. Eine erste Informationsveranstaltung zur „subkulturellen Farbenlehre“, die der Fanbeirat mit dem apabiz organisierte, fand großen Zuspruch.
Um für das Thema zu sensibilisieren, muss eine Form der Aufklärungsarbeit gefunden werden, bei welcher sich Leute nicht vor den Kopf gestoßen sondern mitgenommen fühlen.

Aus diesen Gründen ist es uns enorm wichtig, dass der Prozess des Umganges mit der Thematik von weiten Teilen der Nordkurve mitdiskutiert und mitgetragen wird. Dabei spielt es in erster Linie keine Rolle, ob ihr damit schon konfrontiert wurdet oder erstmalig damit in Berührung kommt.

Fakt ist, dass es nahezu an jedem Spieltag der Fall ist, dass sich in der Nordkurve Bekleidungsstücke von rechtsoffenen Bands wiederfinden. Diese Bands agieren in einem Spektrum, in welchem es zu personellen und inhaltlichen Überschneidungen zu bspw. rassistischem, sexistischem und nationalistischem Gedankengut und Strukturen kommt. Es sollte klar sein, dass eine Tolerierung dessen für eine Kurve, die sich als weltoffen und progressiv versteht, unmöglich ist. Dies hat die Nordkurve immer wieder auch öffentlichkeitswirksam bewiesen und es besteht ein ungeschriebener Konsens.

Gerade in Bezug auf die „Grauzone“ ist die Sache dann aber doch nicht ganz so klar und es gibt einen großen Interpretationsspielraum, da die Musikbranche bekanntlich riesig und kaum überschaubar ist. So finden sich in nahezu allen Richtungen (vom Hardcore über Rock bis hin zum HipHop) auch rechte Strukturen, denen es entschieden entgegen zu treten gilt. Insbesondere im großen, unpolitischen Gemenge von Bands gibt es daher auch viele, bei denen die politische Ausrichtung anderer (auch befreundeter) Bands keine so große Rolle spielt. Die Folge ist eine rechte Unterwanderung von Subkulturen. Aber: Wo fängt sie an? Schützt schlichte Unwissenheit vor Konsequenzen? Setzen sich die Leute, die Merchandise einer rechtsoffenen Band tragen damit auseinander? Finden Reaktionen nach dem Konfrontieren mit der Thematik statt oder wird es einfach nur als Antifa-Gequatsche abgetan?

All diese Fragen wollen wir gemeinsam mit DIR bearbeiten, um Lösungen zu finden, wie wir zukünftig in der Nordkurve damit umgehen, wenn Menschen mit entsprechenden Kleidungsstücken auftauchen.

Scheue dich also nicht und komm’ zu unserer ersten Diskussionsrunde in den Fanladen. Diese findet am 05.09.2013 um 19 Uhr statt!

In einem ergebnisoffenen Prozess ist deine Meinung gefragt. Nur wenn wir es schaffen, jetzt den Stein ins Rollen zu bringen und alle Leute mit ins Boot nehmen, können wir zukünftig verhindern, dass es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Kurve kommt, da dies ein Versuch einer gemeinsam abgestimmten Vorgehensweise ist.

Darüber hinaus wollen wir auch die breite Masse im Stadion für das Thema sensibilisieren, weshalb in den nächsten Stadionheften (heute gegen Halberstadt und gegen Jena) Texte zu den Themen Grauzone und den in der breiten Gesellschaft akzeptierten Bands „Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“ erscheinen.

Weiterhin soll es auch weitere Informationsveranstaltungen zum Thema geben. Eine erste plant der Fanbeirat gerade zum Thema „Grauzone im HipHop“.

Wir freuen uns auf eine diskussionsfreudige und ergebnisorientierte Zukunft =)

Und hier findet Ihr den Text zum Thema Grauzone, welcher im heutigen Stadionheft abgedruckt sein wird: Reclaim subculture – reclaim politics!

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::: Treffpunkt vor dem Flutlichtspiel :::

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„So etwas hat mit Fankultur nichts zu tun“

In einer Stellungnahme beklagt ProFans die zunehmenden Versuche von Neonazis, das Thema Fankultur zu besetzen. Gleichzeitig appelliert das Bündnis auch an Vereine, Verbände und Politik, sich dieses Problems ernsthafter anzunehmen. Wir dokumentieren das Positionspapier auf unserer Seite.

Von ProFans

ProFans beobachtet zunehmende Vereinnahmung des Themenkomplexes Fankultur durch Rechtsextreme

Mit Sorge beobachtet das Bündnis ProFans einen Trend, der sich im Zuge der Sicherheitsdiskussionen entwickelt und mittlerweile intensiviert hat. Es ist schon schlimm genug, dass wieder vermehrt rechte Strukturen in deutschen Fankurven wahrgenommen werden müssen, die sich durch die beinahe ausschließliche öffentliche Fokussierung auf die Themen Ultras, Pyrotechnik und Sicherheit im Stillen prächtig entwickeln konnten. Dazu kommt nun, dass sich in letzter Zeit durch den Hype rund um die Sicherheitsdebatte und die damit einhergehende Beschneidung der Fankultur, auch Rechtsextremisten dieser Problematik annehmen, um auf diese Art und Weise Zulauf zu bekommen. Neonazis haben die „Solidarisierung“ mit den aktiven Fans entdeckt und nutzen das Thema Fankultur nun für ihre Zwecke, um junge Fans zu ködern. Ganz nach dem Motto: „Die da oben sind gegen euch, aber wir sind auf eurer Seite.“

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Überall Taksim – Überall Widerstand!

Ein lesenswerter Artikel aus der aktuellen „Transparent“-Ausgabe:

In unserer sechsten Ausgabe berichten wir von den Großprotesten in Brasilien und der Türkei. In beiden Ländern spielen die Fußballfans eine wichtige Rolle bei den Demonstrationen. Unser Autor Marius Kanzinger war für uns in Istanbul unterwegs. Er erzählt von atemberaubenden Momenten und liefert Hintergründe zu den Protesten.

Die Fußballfans übernahmen in der Türkei von Beginn an, wie auch bei der Revolution in Ägypten, eine entscheiden-de Rolle in den Kämpfen gegen die Polizei. Die sich selbst als anarchistisch bezeichnende Ultragruppe »Çarşı«, Anhänger des Erstlistigsten Beşiktaş Istanbul, ragte durch die Nähe ihres Viertels zum Taksim-Platz, aber auch durch ihre schnelle Anwesenheit an den ersten Tagen der Kämpfe heraus. »Tausende Carsi-Mitglieder waren seit den ersten Stunden aktiv und überall präsent. Sie klauten Baustellenfahrzeuge, jagten damit Wasserwerfer und verbreiteten Videos davon.

Wer Çarşı bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte, lernte sie mit diesen Bildern kennen«, erzählt uns Dilek (Name geändert), eine Sprecherin der Devrimci İşçi Partisi (DIP), der türkischen revolutionären Arbeiterpartei. Die Gruppen »Outside Left«, »Kill for You« und »Vamos Bien« von Fenerbahçe Istanbul sowie die Gruppe »Singlefist« des dritten großen Istanbuler Vereins Galatasaray treten ebenso organisiert auf den Straßen Istanbuls auf. Eine der größten Gruppierungen in der Türkei, die »ultrAslan« von Galatasaray, blieb jedoch den Protesten fern. Sie gilt prinzipiell als apolitisch. Auch in anderen Städten in der Türkei führen Fangruppen die Kämpfe gegen die AKP-Regierung an. Nennenswert sind die Fans der zwei Vereine Karşıyaka und Göztepe aus Izmir, die tausende Demonstranten organisierten. Auch in der Hauptstadt der Türkei beteiligten sich die Fans an den Kämpfen. Besonders die traditionell rechten Fans des Clubs Ankaragücü überraschten. Sie stellten sich an die Seite der meist säkularen Bewegung. »Sie waren voller Wut, aber auch voller Disziplin. Dies verwunderte viele. Sie nahmen eine wichtige Rolle in der Verteidigung der Barrikaden im Stadtzentrum von Ankara ein und waren gut organisiert«, erzählt uns Dilek weiter. Es sind Vereinigungen und Massen, die die AKP-Regierung teilweise zum Rückzug zwangen. Die Polizei zog sich nach den schweren Zusammenstößen aus dem Gezi-Park vorläufig zurück und überließ diesen den Menschen.

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Babelsberg 03 vs. Germania Halberstadt

Am kommenden Freitag, den 30.08., lädt das Karl-Liebknecht-Stadion zum ersten Flutlichtspiel der Saison 2013/2014. Anpfiff ist um 19.00 Uhr.

Der frühere Schulcup tritt ab diesem Jahr unter dem Namen Karli Cup auf und bestreitet vor dem Freitaggspiel seine erste Partie zwischen den Kontrahenten Concordia Nowawes und der Otfried Preußler Grundschule Großbeeren. Angepfiffen wird der Karli Cup pünktlich um 17.20 Uhr.

Dauerkarteninhaber gelangen fortan auch über die Kasse 4 ins Stadion.

..:: zum Onlineticket ::..

..:: Nulldrei FM ::..
..:: Nulldrei Liveticker ::..

Der Berliner Treffpunkt ist um 16.30 Uhr am S-Bahngleis Alexander Platz in Fahrtrichtung ganz vorne! Forza Nulldrei!

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24.8.2013: Radtour von Babelsberg zum BAK-Spiel

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24.8.2013 Berlin: BAK vs. Nulldrei – Zum Spitzenspiel ins Poststadion: „1.000 + X“

Zum vierten Spieltag der Regionalliga Nordost geht es für den SV Babelsberg 03 ins Poststadion des Berliner AK 07. Im Spitzenspiel gilt es für Nulldrei, die weiße Weste zu wahren und die Position des Tabellenersten (weiter) zu sichern. Dafür brauchen unsere Blauweißen die Unterstützung aller Nulldreier! Ausgerufen wird daher die Aktion „1.000 + X“ im Poststadion. Also nehmt mit, wen ihr kriegen könnt und fahrt am Samstag nach Berlin. Anpfiff ist um 13.30 Uhr.

Onlinetickets: http://bit.ly/17GVQyR

Zum Poststadion: http://bit.ly/19FXLts

Der Berliner Treffpunkt ist um 12.00 Uhr an der Weltzeituhr! Mit oder ohne Bike! Kommt zahlreich!

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18.8.2013: Babelsberg 03 vs. FSV Zwickau


..:: Der kurze Weg zum Onlineticket ::..
Der Berliner Treffpunkt ist dieses Mal bereits um 10.50 Uhr am S-Bahngleis am Alexander Platz in Fahrtrichtung ganz vorne! Vergesst nicht, dass am 17.8.2013 Rudolf Hess Todestag ist und in Finowfurt bei Eberswalde ein Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C“ stattfinden wird! Es ist also leider auch an diesem Wochenende mit Aktivitäten der Naziszene in Brandenburg und eventuell auch beim Spiel zu rechnen.

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Raus aus der Sonne, ihr seid braun genug!

Etwa 800 Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig besuchten am vergangenen Sonnabend, 3. August, ein Auswärtsspiel in Potsdam-Babelsberg. Ein Teil von ihnen machte lautstark auf sich aufmerksam – durch neonazistische Sprechchöre wie “Arbeit macht frei – Babelsberg 03″, “NSU, NSU”, “Zick, Zack, Zigeunerpack” und das “U-Bahn-Lied”, durch Hitlergrüße und Steinwürfe. Ansonsten gewohntes Fußball-Theater: Rangeleien mit Ordnern, ein versuchter “Platzsturm”. Erwartungsgemäß waren im “Scenario Lok”-Mob wieder einige bekannte Neonazi-Aktivisten u.a. aus Leipzig, Borna, Delitzsch und Grimma zu sehen.

In einschlägigen Foren und Kommentarspalten übt sich ein Teil der Lok-Fans in Rechtfertigungen: Politik gehöre nicht ins Stadion, zudem sei man gleichermaßen provoziert worden, beispielsweise durch das von Babelsberger Fans später entrollte Spruchband “Raus aus der Sonne, ihr seid braun genug”, von dem sich offenbar einige angesprochen fühlten.

Andere blau-gelbe Anhänger sehen die Verantwortung für das vereinsschädigende Verhalten bei der dominierenden Ultragruppe “Scenario Lok”: Neonazis sind dort willkommen, ihre kämpferische und identitäre Attitüde hat man sich angeeignet. Vor einem Jahr, am 18. August 2012, feierte “Scenario Lok” eine Party im NPD-Objekt Odermannstraße 8.

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Ebenfalls lesendwert inklusive Linkliste zu weiteren Artikeln: Lok Leipzig & die Babelsberg-”Krise”

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Auswärtsfahrt Nr. 1: VfB Auerbach vs. Babelsberg 03

Die erste Auswärtsfahrt der neuen Saison führt unsere Regionalliga Mannschaft inkl. Fantross nach Auerbach. Im Vergleich zu den meisten Fahrten in der 3. Liga geradezu ein Katzensprung.

Die Abfahrt erfolgt am Samstag, den 10. August 2013, um 8:30 Uhr am Lutherplatz in Babelsberg. Das Ticket kostet 18€. Fahrscheine gibt es wie gewohnt im O2 Shop Babelsberg und neuerdings auch jeweils dienstags und donnerstags von 15 – 20 Uhr im Fanartikel Laden im Karl-Liebknecht-Stadion. In Ausnahmefällen ist auch wieder die Reservierung per Mail an auswaertsfahrten03@gmx.de möglich.

Der Tradition folgend gibt es an Bord wie gewohnt ein leidlich spezielles Musikprogramm, lecker Verpflegung sowie kalte Getränke zu bezahlbaren Preisen.

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