Gegen das Faustrecht im Fanblock

wichtiges thema. gute analyse. unbedingt lesen!:

Viele Vereine lassen gerade jene Fans alleine, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie stellen

In der Szene der Ultras tobt der Streit um das politische Selbstverständnis. Vor allem jene, die auf Einhaltung von zivilgesellschaftlichen Mindeststandards pochen, werden von Rechts bedroht.

Wie politisch wollen Fußballfans sein? Wie politisch dürfen Fußballfans sein? Zwischen diesen Fragen bewegen sich die größten Herausforderungen der Ultra-Kultur. Leidvoll erfahren mussten das zuletzt junge Duisburger, die der Gruppe »Kohorte« angehören. Sie unterstützen ihren MSV Duisburg wie tausende andere Anhänger. Der Unterschied: Sie positionieren sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie. Doch es gibt Fans, die sehen darin eine unverzeihliche Provokation.

Vor gut einer Woche griffen dreißig Schläger die studentisch geprägte Kohorte an. Die Angreifer waren ebenfalls Fans des MSV Duisburg, doch sie wünschen sich einen »Fußball ohne Politik«. Mit anderen Worten: sie dulden kein zivilgesellschaftliches Engagement, wenn es um ihren Verein geht, ihre Heimat, ihren Lokalpatriotismus. Zu den Angreifern gehörten laut Augenzeugen Hooligans der Gruppe »Division« und befreundete Neonazis aus Dortmund. Die Polizei verhinderte, dass es schwerere Verletzungen gab als einen Rippenanbruch und blutige Lippen.

Weiterlesen

Teilen - Gefällt mir:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • del.icio.us