Archiv der Kategorie 'Fussball & Theorie'

23.5.2013 HausZwei/Babelsberg: Idole – Vorbilder im Fußball


Datum: 23. Mai 2013
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: hauszwei aufm Freiland

Diskussion mit Almedin Civa (Sportlicher Leiter SV Babelsberg 03 ) und Christoph Biermann (11Freunde). Moderation: René Kulke

Im Anschluss der Film: ‚ L o o k i n g f o r E r i c ‘
(GB 2009, 112 Minuten)

Jeder Mensch hat das ein oder andere Idol. Eine Person, die heraus sticht, mit der man sich identifiziert, die man bewundert oder von der man einfach nur fasziniert ist. Der Fußball und seine Fankultur sind wie kaum ein anderer Sport vom Kult um Idole geprägt. Stars, Helden oder manchmal einfach nur herausragende Exzentriker machen viel davon aus, was Menschen am Mannschaftssport Fußball fasziniert. Oft verbinden Fans ganz besondere Momente oder Situationen mit ihren Idolen: das entscheidende Tor zum Titelgewinn, legendäre Zitate oder einfach nur die unnachahmliche Art, mit der manche Spieler sich in das Gedächtnis der Fans einprägen.

Jeder Verein hat seine eigenen Geschichten, seine eigenen Helden und Idole. Fragt man zum Beispiel einige Fans von FC United of Manchester, so wird man oft „Eric Cantona“ genannt bekommen. Eric Cantona stand wie kaum ein anderer Spieler für das innere Wechselspiel von Genie und Wahnsinn auf dem Platz, das herausragende Fußballer auszeichnet. Jedoch gerade wegen seiner oft unangepasst Art, ist Eric Cantona zum Idol für viele Fußballfans geworden.

Der britische Filmemacher Ken Loach hat mit seinem Streifen ‚Looking for Eric‘ versucht, diese Faszination einzufangen. Eric Cantona steht dabei sinnbildlich für die Flucht vor einer oft tristen Realität, die der Fußball und seine Helden vielen Menschen ermöglicht.
Vor dem Film wollen wir mit dem Babelsberger Fußballidol Almedin Civa und Christoph Biermann vom Fußballmagazin 11 Freunde über das Phänomen Fußballidole diskutieren.

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16.5.2013 Presseraum/Karli: „Die Hymne des Fußballs: You‘ll never walk alone – eine Kulturgeschichte“

Präsentiert vom Fanbeirat:

Lesung aus dem neuen Buch „Die Hymne des Fußballs: You‘ll never walk alone – eine Kulturgeschichte“ von Malte Oberschelp am 16.05. um 19:30 Uhr im Presseraum des Karlis.

Eintritt frei – um Spenden (zugunsten des Fanfonds) wird gebeten.

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Mehr als Fußball

Eine sehr lesenswerte Reportage aus der aktuellen Jungle World:

Ein Besuch bei der Ultragruppe Bijeli Andeli in Zagreb, die sich gegen Homophobie im Fußball einsetzt.

Der Frühling hat bereits Einzug gehalten in Zagreb. Wo man auch hinsieht in der Innenstadt, sitzen Menschen vor den zahlreichen Kneipen und Cafés, trinken Espresso oder Bier. Es ist, als wäre die ganze Stadt auf den Beinen. Auch im Innenhof des alternativen Kulturprojekts Medika ist einiges los an diesem späten Freitagnachmittag. Das liegt zum einen daran, dass hier gerade das Comic- und Street-Art-Festival stattfindet. Es liegt aber auch an den rund zwei Dutzend Fans des Fußballvereins NK Zagreb, die sich vor dem Heimspiel gegen NK Zadar hier getroffen haben, um noch schnell die eine oder andere Literflasche Bier zu leeren. Es wird gelacht und gescherzt, dennoch liegt eine gewisse Anspannung in der Luft.

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21.4.2013 Astra Stube/Berlin: Verrückt nach Fußball-Englische Fans im Abseits

ein Film von Marc Quambusch.

„England – Mutterland des Fußballs. Hier wurden im 19. Jahrhundert die Regeln des Fußballs erfunden und in den frühen 60ern die ersten Fangesänge angestimmt. Die erste englische Liga ist der Traum der meisten Fußballer und wird in fast alle Länder weltweit übertragen. Zig 100 Millionen Menschen auf dem Globus sind Fan eines englischen Vereins. Also alles prima im gelobten Land des Fußballs? Mitnichten. Denn die Opfer dieser intensiven kommerziellen Entwicklung sind die englischen Fans. Die Kartenpreise steigen seit Abschaffung der Stehplätze stetig an und der Fußball findet für viele -vor allem jüngere – englische Fans nur noch im Pub statt.

Stimmgewaltige Fans in reinen Fußballstadien. Für viele Fußballfans war England lange Zeit ein beliebtes Reiseziel, nicht nur bei Groundhoppern. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Zwar ist der englische Fußball weltweit beachtet, Mannschaften wie Manchester United haben Fans rund um den Globus, aber die Entwicklung hat seine Schattenseite. Nach der Sheffield Katastrophe und der Abschaffung der Stehplätze steigen die Kartenpreise massiv an und die Clubs sind längst in der Hand von reichen Scheichs und Ölmultis.“

Nach dem Film gibt es eine Gesprächsrunde mit dem Regisseur Marc Quambusch dem Hauptprotagonisten und Groundhopper Jan-Henrik Gruszecki und Jakob Sweetman vom NO DICE Magazine.Weitere Gäste sind in Vorbereitung.
Hammer Doku sage ich. Alle hin da.

Quelle

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Transparent Magazin Ausgabe 5

Die fünfte Ausgabe des Transparent Magazins erscheint am 25. April. Ab sofort sind Vorbestellungen im Shop möglich.

BERLINER FUSSBALL ZWISCHEN VIELFALT UND DISKRIMINIERUNG
» Die Berlin-Liga – eine widersprüchliche Spielklasse
» Frauenfußball in Berlin
» Interview mit Tanja Walther-Ahrens

FOTOSTRECKE
» Ehemaliges Westfalenstadion Dortmund

DIE POLITISCHEN WURZELN DER HEUTIGEN FANKULTUR
» Fußball ist Politik und Politik war immer schon Fußball
» Interview mit der Schalker Fan-Initiative

FANKULTUR IM NRW-LANDTAG

» Kleine Schritte zum Dialog

ULTRAS IN LISSABON
»Unterwegs mit der Torcida Verde

KOLUMNE VERBROCHENES.NET

» Moderner Fußball (I) & (II)

UNTERWEGS IN…
» Laos – Philippinen
» Persija Jakarta – Arema Malang
» Hellas Verona FC – FC Crotone

KULTUR
» Die Partizan-Minsk-Tour
» Rezensionen

Quelle

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„Football, Culture & Politics“

Ein ebenfalls sehr lesenswertes Fußballmagazin wird von „Fußball gegen Nazis“ besprochen:

Der Untertitel des „Transparent“-Magazins zeigt schon, dass für die Macher des Heftes Fußball, Kultur und Politik zusammen gehören. Das Magazin möchte dabei den Menschen aus den Kurven und allen, die mit ihnen zu tun haben, eine Plattform für ihre Themen bieten. Damit widerlegt die Redaktion auch die weit verbreitete These, Fußball sei unpolitisch.

Ob Überwachungsthematik oder Alltagsrassismus, alle gesellschaftlich relevanten Themen finden sich auch in den Fankurven von Fußballstadien wieder. Dementsprechend spielt Politik im „Transparent“-Magazin eine wichtige Rolle und zieht sich durch alle im Heft behandelten Themen. Dies zeigt auch die aktuelle Ausgabe, die seit Februar 2013 erhältlich ist. Hauptthema des Heftes ist der „Kampf in den Kurven“. Dabei geht es unter anderem um die Rückkehr der rechten Hooligans in die Fußballstadien. Weitere Themen sind der Fußball im Baskenland sowie der Konflikt zwischen den Fans und den Verbänden. All diese Themen werden dabei auch aus dem Blickwinkel des Fußballfans beleuchtet. Und: Sie sind politisch.

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14.4.2013 Astra Stube/Berlin: Stadionpartisanen nachgeladen: Fußballfans und Hooligans in der DDR

Frank Willmann liest.

„1990 verschwand ein deutscher Staat, dessen Arbeiter- und Bauernsöhne, behütet vom ‚antiimperialistischem Schutzwall‘ nach Frieden und Fortschritt strebten. Tadellos gescheitelte Jünglinge, Mädchen in blauer Bluse, Vorstreiter und Visionäre einer glückseligen Weltjugend. Gütige Mutter die Partei … … doch die Alte wurde hässlich. Die Söhne dagegen flügge: Jeans, Tramper, Parka, lange Loden. Später Zotteln ab und Stahlkappengedröhn. Auf ‚Aufbau‘ keinen Bock, sangen sie nonchalant: „Zwei Apfelsinen im Jahr, zum Parteitag Bananen, alle brüllen hurra, der Kommunist ist da!“ Beim Fußball bekam die Kuh so richtig vor´n Kopp – und der Rest auf die Fresse. In Berlin, Dresden, in Halle, Jena, Leipzig, Magdeburg, Rostock … Hinter der Mauer raste der Mob. „Wir waren rechts, links, Punk, Hippie, Skinhead. Wir waren direkt und provozierend, lieb und böse, verliebt oder besoffen.“ In STADIONPARTISANEN kommen jene zu Wort, für die ihr Fußballverein Heimat war. Nicht die DäDÄeR samt SED und deren Komplettprogramm von der Wiege bis zur Bahre. Fans und Rowdys berichten: Oberliga, Auswärtsfahrten, Europacup, Mode, Schlägereien, Suff und Mädchen. Leidenschaft und Krawall. Aberwitz und Politik. Romantik und Assiparagraph. Hingabe und Knast. Die komplett überarbeitete und stark erweiterte Neuauflage mit 377 neuen Fotos und Dokumenten des MfS (Archiv BStU) gibt einen einmaligen Einblick in die DDR-Fankultur. Neben rasanten PARTISANENberichten schildern einstige Funktionäre, Journalisten und Mitarbeiter des MfS ihre Erinnerungen. Sport frei!“
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Unterstützt die Partizan Minsk-Tour 2013!

Mit Unterstützung der 03Nuller_Innen, Scortesi, Amaranto u.a.:

Es gibt in Weißrussland einen ganz besonderen Fußballclub. Bis 2010 hieß er MTZ-Ripo.Der Verein erlangte internationale Aufmerksamkeit nicht so sehr durch seine sportlichen Erfolge, sondern vor allem durch das antirassistische Engagement seiner Fans und eine aktive antifaschistische Fankultur, die in Osteuropa eine absolute Seltenheit ist. Heute nennt sich der Club Partizan Minsk und ist ein selbstverwalteter Fußballverein. Die Fans haben ihn nach der Insolvenz im Frühjahr 2012 neu gegründet. Dabei wurden sie durch eine internationale Solidaritätskampagne unterstützt, die zu Beginn des vergangenen Jahres in zahlreichen Aktionen auf die Situation von Partizan Minsk aufmerksam machte und Geld für die Rettung sammelte.

Der Verein startete mit 24 Spielern, zwei Trainern, einem Arzt und neuem Personal in der Geschäftsstelle in der vierten Liga, der Minsker Stadtliga. Alle Aktiven, bis auf die Trainer,engagieren sich ehrenamtlich. Die erste Saison wurde erfolgreich abgeschlossen. Die neue Saison steht schon in den Startlöchern. Zuvor stellt sich das Team von Partizan Minsk vom 17. bis 22. März seinen Unterstützer_innen im Rahmen einer Solidaritätstour in Deutschland vor. Es finden Freundschaftsspiele gegen Tennis Borussia Berlin, Victoria Hamburg, St. Pauli, Roter Stern Leipzig und Babelsberg 03 statt. Der junge Club Partizan Minsk wird mit seinem kompletten Kader inklusive Vereinsführung und Fans nach Deutschland kommen. Die Tour wird von Informationsveranstaltungen in Berlin, Hamburg und Leipzig begleitet.

Wir, ein Bündnis aktiver Fans von Babelsberg 03 und St. Pauli, vom Roten Stern Leipzig sowie den Fußballclubs Tennis Borussia Berlin und Victoria Hamburg, möchten Euch das Team von Partizan Minsk vorstellen und beweisen, dass die Idee von einem anderen Fußball auch im Osten Europas lebt. Dafür benötigen wir aber Eure finanzielle Hilfe.

Bitte unterstützt uns und spendet auf folgendes Konto:

Empfänger: RoterBaum ev Leipzig

BLZ: 86020500 (Bank für Sozialwirtschaft)

KTN: 3474500

Verwendungszweck: Bildungsreise

IBAN: DE24860205000003474500

BIC: BFSWDE33LPZ (Leipzig)

Im März heißt es dann Fußball gucken, informieren und mit den Gästen Spaß haben. Kommt zu den Spielen und besucht die Infoveranstaltungen! Gemeinsam für Partizan Minsk! Ein anderer Fußball ist möglich! Weiteres könnt ihr bald hier lesen.

Quelle
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23.1.2013 Haus 2/FreiLand: Männliche Identitätskonstruktion bei Fußballfans

Wenn von Fuß­ball und Ge­schlech­ter­ver­hält­nis­sen die Rede ist, wird für ge­wöhn­lich so­fort von Frau­en ge­spro­chen. Kaum je­mand spricht von den männ­li­chen Fuß­ball­fans. Dabei sind zwei Drit­tel der Fuß­ball­fans männ­li­chen Ge­schlechts. Bei Ul­tras ist die Quote sogar noch deut­lich höher. Kann das Zu­fall sein?

Die­ser Vor­trag soll sich mit den The­men Männ­lich­keit und Fan­kul­tur be­schäf­ti­gen und mit der Frage wie beide zu­sam­men­hän­gen. Es wird ein Blick ge­wor­fen auf die Ri­tua­le und die All­tags­pra­xis von Fuß­ball­fans und versucht zu erklären wie Fußball, Fankultur und Männlichkeit strukturell zusammenhängen.

Von Jan Tölva

Veranstaltet von
Filmstadt Inferno 1999 & Fanprojekt Babelsberg

Quelle

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„Das Fußballstadion ist das größte Jugendzentrum der Stadt“

Im Interview: Gerd Dembowski
Sozialwissenschaftler und Fanforscher an der Leibniz Universität Hannover

Glaubt man der aktuellen Berichterstattung in den Boulevardmedien, war es in Deutschland noch nie so gefährlich wie heutzutage, am Wochenende ein Fußballstadion zu besuchen. Dabei purzeln die Vorurteile gegenüber den Fußballfanszenen genauso munter durcheinander, wie selbige auf den Stehplätzen, wenn ihr Team ein Tor erzielt hat. Mit dem Begriff „Ultras“ verbinden heute z.B. nur die wenigsten Menschen eine positive Jugendkultur, in der Zusammengehörigkeit gelebt und auch ein Stück weit Demokratie erlernt wird. Stattdessen wird fast ausschließlich über Gewalt im und auf dem Weg zum Stadion diskutiert. Um eines vorweg zu nehmen: Jeder verletzte Fan, jeder verletzte Polizist, jeder verletzte Unbeteiligte bei einem Fußballspiel ist einer zu viel. Wie schlimm steht es aber wirklich um die Sicherheit bei Fußballspielen der Bundesliga? Welche Strategien verfolgen die Deutsche Fußball Liga (DFL), der Deutsche Fußball Bund (DFB), die Bundesligavereine, die Sicherheitsbehörden und die Fangruppen? Mit Spannung wird für den 12. Dezember die DFL-Mitgliederversammlung erwartet, auf der über das vom Ligaverband vorgelegte Strategiepapier „Sicheres Stadionerlebnis“ abgestimmt werden soll. Was steht drin und was kommt auf Fans und Vereine demnächst zu?

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